München – Venedig, Tag 20

Zuerst den Schlafbericht, ok? So um ca. 21:00Uhr oder au a chli spöter bezog ich mein Nachlager im Biwakraum – ahh, es war so feucht kalt – alles fühlte sich feucht an, richtig unangenehm. Schnell verkroch ich mich in meine Schlafhülle und versuchte bestmöglich, die Wärme zu speichern. Geschlafen habe ich trotzdem gut. Am Morgen war es nicht einfach in die feuchten Klamotten zu steigen doch da musste ich einfach durch.

Nach dem Frühstück musste ich noch schnell ein paar Höhenmeter für meine Geocache Aufgabe machen. Am Gipfelkreuz geht es schon senkrecht hinunter und im Tal unten sieht man Alleghe und den See. Alles ist etwas Nebel verhangen, eine coole Stimmung.

Rifugio Attilio Tissi (2250m) – Rifugio Bruto Carestiato (1834m)

Zuerst ging es nur abwärts mit ein paar ebenen Passagen – ach, ich muss schnell mein Reisebuch holen …..  so, da bin ich wieder – also von der Rifugio Attilio Tissi (2250m) ging es erstmals runter zum Rifugio Vazzoler auf 1714m. Dort machten wir erst einmal Pause, ich offerierte einen Drink und es wurde Wasser getankt. Danach ging es über diverse Täler, Geröllhalden und und und auf die Casera di Camp (1933m). War schon ein hartes Stück Arbeit, vorallem in der prallen Sonne aber über das Wetter möchte, will ich nicht mekern – endlich ein schöner sonniger Tag.

Die letzte Stunde hatte ich Krissi vor mir laufen, himmel zog das Mädel (19Jahre) davon – ich liess mir aber nichts anmerken und blieb ihr dicht auf den Fersen. Gemeinsam erreichten wir unser Tagesziel die Rifugio Bruto Carestiato (1834m). Mein Tagesziel wäre  eine Stunde weiter (Passo Duran) gewesen doch ich wollte nur noch ein Bier, duschen, Wäsche machen und nochmal ein Bier.

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München – Venedig , Tag 19

Heute sollte es eine lange Wanderung geben. Doch fangen wir von vorne an… meinem Schlafbericht.

Also, geschlafen haben wir in einem Hotel, dass um 1906 gebaut wurde. Renovationen sind im Gange aber sein alter Charme ist immer noch vorhanden. Mein Stockbett war abenteuerlich. Ich wählte das obere Bett, welches seit (hoffentlich nicht 110 Jahre) an Ketten gesichert an der Holzdecke befestigt war/ist. Es schauckelte bei jeder Bewegung wie verrückt doch diejenigen die mich kennen wissen, dass ich einen ruhigen Schlaf habe 🙂

Nach den Frühstück verabschiedete ich mich von Svenja und Manuel (sie werden ihren Urlaub nach Alleghe beenden) und marschierte alleine los. Dem Fedaia-Stausee entlang erreichte ich bald die Grashänge welche im Winter Skipisten sind. Schön breite Hänge und ich mitten drin, carven ohne Ende, der Schnee einfach super – ach… fertig geträumt nach ca. 45min war meine Abfahrt zu Ende und ich durchwanderte ein kleines Tal (Maut 2 Euro). Bis Alleghe ging es für 3,5Std nur abwärts (1071Hm).

In Alleghe musste erst einmal die Banco Italia gesprengt werden. Mit nur noch 10 Euro im Sack war meine Bewegungsfreiheit leicht eingeschränkt!! Nachdem dieser Punkt erledigt war, musste ich noch Kleinigkeiten einkaufen. Anschliessend ein Apfelschorle und zwei Kugeln Glace und weiter ging die Wanderung – 943Hm wollten ersteinmal bewältigt werden. Vom Col dei Baldi (1922m)  geht es eine Stunde steil hoch zum Rifugio Colday (2132m) doch wir lassen die Hütte links liegen und wandern gleich weiter zum Lago Coldai auf 2143m. Für einen Geocache machte ich noch ein paar Zusatzhöhenmeter (na ja, ist eben ein Hobby von mir). Meine Wanderkollegen erreichten schon bald die Scharte Forcella Col Rean und ich musste wieder Boden gut machen. Schnell war ich auch da oben und konnte bei der Entscheidung Normalroute oder Geröllhalde (nicht empfohlen wegen Steinschlag) aber optisch der kürzere Weg, mitreden. Wir wählten die Geröllhalde 🙂 war nicht einfach aber wir schafften es. Ein hapiger Schlussanstieg zum Rifugio Tissi verlangte nochmals alles und oben angekommen war ich froh, dass die Wanderung vorbei war – ich bin „hundskaputt“ !!!

Das Wetter war den ganzen Tag perfekt. Sonnenschein, angenehme Temperaturen und in den Bergen ein wahnsinnger Rundblick. Schaut man aus dem Fenster verändert sich die Szenerie laufend – jede Sekunde ein anderes Bild – einfach schöööön :-).

 

 

 

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München -Venedig, Tag 18

Boèhütte (2871m) zum Fedaiasee (2049m).

Heute sollte es mehr oder weniger nur abwärts gehen. Nach einer ruhigen Nacht in der Boèhütte mit kuscheliger Bettdecke und einem Kaffee am Morgen, machten wir uns auf den Weg zur Pordoijochhütte (2865m). Hier könnte man zur Bergstation der Bahn hochsteigen und gemütlich zum Pordoijoch hinunterfahren – wir zogen es aber vor, über die Geröllhalde ca. 630Hm hinunter zu laufen. Übrigens, dass Wetter ist schlecht d.h. es pisst einmal mehr und kalt war/ ist es auch.

Auf dem Prodoijoch angekommen musste ein wärmender Kaffee auf den Tisch inkl. einem Sandwich. Ebenfalls musste ich meine Klamotten wechseln – irgendwie stimmt bei Dauerregen mein Kleidermanagement nicht. Eine Schicht saugt sich richtig voll und das wird mit der Zeit ungemütlich. Von Innen schwitzt man wie verrückt und von Aussen ist man auch über Stunden tropfnass.

Nach einem kurzen Aufstieg (Rifugio Fredarola) und etwas besserem Wetter führte uns das GPS über den Bindelweg zum Fedaiasee welchen wir schon gegen Mittag erreichten. Ich dachte es geht noch weiter doch es war/ist schon die Endstation für Heute und ich bin auch froh darum 🙂 Es ist einfach grusig, nass und kalt.

Eigentlich hätten wir den Marmolada Gletscher sehen sollen – doch leider hüllte sich dieser in dichten Nebel. Auf den Ansichtskarten im Hotel sieht er aber gut aus!

Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, bin ich noch losgezogen um zwei Geocache in der näheren Umgebung zu suchen – wurden natürlich auch gefunden 🙂

 

 

 

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München – Venedig, Tag 17

Etappe GrödnerJoch (2121m) – Boèhütte (2871m)

Die Nacht auf dem Grödnerjoch werde ich schlecht in Erinnerung behalten. Nicht wegen den Touristen und dem Auoverkehr am Nachmittag sondern wegen dem Männerverein, der ebenfalls im Massenlager übernachtete. Volltrunken trudelten sie um Mitternacht in das Zimmer, machten Lärm, furzten in der Gegend herum und schnarchten um die Wette. Als plötzlich Ruhe war, wollte ich schon nachschauen ob sie noch am leben sind, so ungewöhnlich war das. Die vermeindliche Ruhe dauerte nur ein paar Sekunden. Gegen 06:00Uhr packte ich meine Sache – nur noch raus aus diesem Zimmer.

Nach dem Frühstück ging es um halb8 auch gleich los. Eine kurze Steigung und eine Querpassage und dann ein Gerölltobel hoch. Genau oben, wo die Fixseile angebracht sind, begann es heftig zu regnen. Regenjacke an, Stöcke an den Rucksack und los – mit kalten Händen am kalten Seil auf rutschtigen Tritten ging es Steil nach oben. Oben angekommen erreichte ich nach ein paar Metern die Pisciaduhütte doch diese lies ich links stehen d.h. ich suchte noch schnell einen Geocache und wanderte links am See vorbei hinauf Richtung Boèhütte. Der Aufstieg war einfach und mit einer kurzen Fixseilpassage. Die Route führte noch über ein kleinen einfachen Gipfel, da er wegen Nebel kaum sichtbar war, entschloss ich mich den Hügel zu umgehen und landete in einem Klettersteig. Nicht einfach, wenn es kalt, nass und rutschig ist. Ich war dann froh das nichts passierte und erreichte dann schnell die Boèhütte (2873m). Für den Zmittag musste ich noch etwas zuwarten – Spagetti Bolo und ein Apfelschorle 🙂

Dann …. die Sonne 🙂 umgehend wurde es warm und so hielt mich nichts mehr – der Piz Boè (3152m) wollte bestiegen werden. Ohne Rucksack war ich in 30min. oben. Leider konnte ich die Aussicht nicht geniessen – zuviel Nebel und Donner drängten mich zum Abstieg. Nach eine Stunde war der kleine Ausflug vorbei und ich traf meine Wanderfreunde wieder im Rifugio.

Nach einem Bier ging ich in mein Nachtlager um eine Runde zu schlafen. Irgendwie war ich müde vom wandern oder eher von der schlaflosen Nacht am Vorabend ??

Verrückt wie sich das Wetter hier schnell ändert – man(n) weiss es ja aber es ist schon beeindruckend. Es wechselt andauernd Sonnenschein, Nieselregen, Wolkenbruch etc. Im Moment ist es trocken und Nebelfrei.

Um 21:00Uhr war für mich finito – Licht aus 🙂

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München – Venedig, Tag 16

Schlüterhütte – via Puezhütte auf das Grödnerjoch.

Was für ein Tag Heute – rein in die Dolomiten – einfach schön. Das Tagesziel habe ich noch nicht festgelegt, doch wenn alles gut läuft wird es wohl wie im Bericht von gestern geschrieben, die Pisciaduhütte – schaumer mal.

Um von Vorne zu beginnen… geschlafen habe ich gut (war auch schon um 21Uhr in den Federn). So ab 06:00Uhr wurden die ersten Rucksäcke gepackt und an ein weiterschlafen war nicht mehr zu denken. Also raus aus den Federn – Frühstück gab es ab 7Uhr doch bis es endlich auf dem Tisch war, dauerte es etwas! 90 Personen wollten verpflegt sein und entsprechend chaotisch war die Organisation.

So um 08:20Uhr machte ich mich auf den Weg zur Roascharte (2617m). Zu Beginn war der Weg einfach doch je näher die Scharte kam, je steiler wurde es – es wurde sehr steil 🙂
Oben angekommen eröffnete sich ein wunderbarer Rundumblick. Links geht die Route einen Klettersteig hoch – aus der Ferne sah es schon sehr technisch aus und ich entschied mich, diesen Teil zu umgehen. Also musste ich erst ein paar Höhenmeter runter um dann wieder nach oben zu kraxeln. Ich hatte aber wieder eine guten Lauf und so war ich relativ schnell oben. Es folgten vier mit Drahtseilen gesicherte Stellen die jedoch ohne grosse Probleme gemeistert wurden. Der Ausblick u.a. auch auf die Roascharte war/ist schon eindrücklich. Der Abstieg zur Puezhütte (2471m) war einfach und von links kamen wieder die Wanderer hinzu, welche über den Klettersteig gestiegen sind. Meine Umgehung hat nicht viel mehr Zeit gekostet – vielleicht so 10-15Min.

Kurz vor Mittag war ich bei der Puezhütte angekommen und ich musste mich entscheiden was ich machen soll. Bei der Hütte herumhängen wollte ich nicht wieder und so entschied ich mich, noch 2:10Std zum GrödnerJoch zu wandern.
Die Zeitangaben waren (sind) schon komisch – nach 15min wandern kam das nächste Schild – da brauchte man plötzlich 2:30 bis zum Grödner Joch. Na ja – unter uns… ich war schneller 🙂

Zuerst umrundete ich die Hochebene zum Crespeinajoch (2528m), danach folge ein kurzer Ab- Aufstieg zum Cir Joch (2462m) bevor es dann runter zum Gröndner Joch (2121m) ging.
Blitz und Donner kündigten nichts gutes an und kurz vor dem Joch begann es auch heftig an zu regnen. Ich schaffte es gerade rechtzeitig zur Unterkunft. An ein Weitergehen war nicht mehr zu denken – 2Std. im Regen zu wandern muss ja auch nicht unbedingt sein.

Inzwischen – aber das kennt ihr ja auch schon, sitze ich frisch geduscht, die Wäsche gewaschen – in der Beiz bei einem Radler 🙂 und schreibe meinen Bericht.

Ach ja, Socken musste ich mir kaufen 🙂 Hier auf dem Grödnerjoch im Touristenshop zwischen Ansichtskarten und anderem Zeugs. Auf den Hütten scheint es Mäuse zu haben, Löcher in den Socken zuhauf 🙂

Morgen geht es zur Boe-Hütte mit einem Abstecher auf den Piz Boè (3152m). Kurze Etappe ca. 4Std – Ich hoffe, ich kann dann am Nachmittag in der Sonne und in den Dolomiten – relaxen 🙂

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München – Venedig, Tag 15

Mit der erneut verkürzten Etappe von Heute bin ich nun ein Tag in „Verzug“. Doch ich denke, dass dies nicht nur meinem Knie sondern auch mir gut tut. 14 Tage wandern ohne Unterbruch ist nicht ohne und ich spüre eine kleine Müdigkeit in mir — und schliesslich, es stehen ja nochmals 14 Etappen auf dem Program.

Da wir gestern früh bei der Maurerhütte angekommen sind und ich mein Zimmer beziehen konnte, hatte ich Zeit, mich zu „hygienisieren“ und ein Nickerchen zu machen. Gegessen wurde um 18Uhr, Licht aus um 21Uhr!!!

Geschlafen habe ich herrlich 🙂 Frühstück gab es ab 7Uhr – wegen der bevorstehenden  Kurzetappe brauchten wir uns ja nicht zu beeilen dennoch packte ich um 8:15Uhr meinen Rucksack und zog alleine los.

Zuerst folgte ich der Forststrasse nach unten und anstatt der Hauptstrasse zum Würzjoch (1987m) zu folgen umrundete und bestieg ich einen Hügel um dann von oben auf das Würzjoch zu kommen. Ich hatte Heute sogar noch etwas Zeit um ein paar Geocache zu suchen. Man ist das ein Betrieb da oben – Leider konnte ich den Touristen nicht entfliehen und spazierten wir zusammen Richtung Peitlerscharte (2357m). Im steilen Aufstieg trennte sich dann die Spreu vom Weizen (na ja…) und ich erreichte den Sattel alleine. Oben suchte ich noch einen Cache und nachdem ich diesen geloggt hatte, folgte ich mehr oder weniger der Höhenlinie zur Schlüterhütte. Da bin ich nun, schon etwas früh aber ich denke, dass es für Heute Ok ist. Die Dolomiten sind nun fast in Griffnähe – einfach schön. Das Wetter war/ist Ok doch nun verdunkelt sich alles und die Entscheidung nicht mehr zur Puezhütte (ca. 5Std) zu wandern ist doch richtig. Morgen wird es evtl. ein Mörderetappe geben  7,5Std +2Std doch da muss ich mir noch eine Hütten-Strategie zurecht legen 🙂

 

 

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München Venedig, Tag 14

Letzte Nacht wurde in einem richtigen Massenlager im obersten Stock unter dem Dach gepennt. Tiptop eigentlich – wenn nicht der sch… Balken gewesen wäre. In einer nächtliche  Aktion musste ich einen Stock tiefer und bei hochkommen war eben dieser Balken im wege – genau auf Kniehöhe und genau auf das linke Knie. Ahh, ich hätte laut schreien können aber ich konnte ja nicht 40 Leute wecken. Also verkroch ich mich in mein Sack und krümmte mich vor Schmerzen.

Geschlafen habe ich sonst eigentlich sehr gut und so habe ich auch leicht verpennt und bin erst um 06:30Uhr aufgestanden. Frühstück war für mich perfekt. Anschliessend machte ich mich auf den Weg zur Maurerhütte und nicht wie eigentlich vorgesehen zur Schlütterhütte d.h. nur ca. 4Std wandern anstatt 7,5Std.

Übrigens Tag 14 von 28 🙂 bereits Halbzeit und bereits über 300km gewandert.

Bei der Geocache Aufgabe bin ich wieder auf meine Wanderkollegen gestossen und so sind wir anschliessend zusammen bis zur heutigen Unterkunft gelaufen. Heute war nicht so mein Tag. Das Wetter war perfekt, sonnig mit ein paar Schleierwolken und angenehm warm. Ich hächelte der Gruppe hinten nach und bei abwärtslaufen musste ich erst mein linkes Knie verbinden. Dennoch sind wir früh am Ziel angekommen und ich überlegte schon, ob ich nicht doch noch bis zur Schlütterhütte 3,5Std. weiterlaufen sollte. Immer grauer und dunkler werdende Wolken hielten mich jedoch ab, die Idee weiter zu verfolgen.

Inzwischen habe ich mein schnuckeliges Zimmer bezogen, geduscht, Wäsche gewaschen und bin nun daran die sozialen Medien zu bearbeiten. Die Hütte ist privat und gehört nicht zu einem Alpenverein – daher etwas teurer.

Mehr später …..

 

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