München – Venedig , Tag 27

Komisch, nur noch zwei Tage und Heute mit einer Megaetappe über 34km! In der Nacht sind ein paar kleine Gewitter durchgezogen wenn ich jetzt aus dem Fenster „gucke“, schaut es aber tiptop aus – das wird ein langer heiser Tag!

Fagarè (Bocca Callalta) – Jesolo / 34km / 8,5Std.

Irgendwie hatte ich am Frühstück keinen Hunger, wollte einfach schnell los und die Etappe schnellstmöglich angehen. So um 07:30Uhr zog ich also los – die Unterkunft (Albergo Callalta) war tiptop und gegessen hatte ich im hauseigenen Restaurant, super 🙂

Für ca. 1,5Std. wanderte ich auf einem Damm ( wie der Rheindamm bei uns) danach machte ich eine kurze Pause um anschliessend nochmals für x-Std. auf dem Damm (nun aber Kiesweg nicht mehr geteert) zu laufen. Irgendwo wich ich vom Weg ab und musste etwas der Hauptstrasse folgen – schliesslich fand ich den Weg wieder auf dem Damm und folgte diesem erneut. Ich begann langsam, zwischen dem grünen und roten Kurs abzuwägen und suchte Möglichkeiten für einen „short cut“. Nach einer kurzen Mittagspause in einem Restaurant ( hatte nur zwei Cola) folgte ich der Hauptstrasse, was nicht ganz ungefährlich war – doch ich hatte einen gute  Lauf und die Verkehrsschilder Jesolo, Venedig motivierten mich auf’s Neue. Ahhh, isch das eine Hitze, die Sonne brennt mir „auf’s Dach“ und der Schweiss rinnt an mir herunter wie der Regen bei einem Gewitter. Die vermeindliche Motivation kam leider etwas sehr früh … es dauerte noch Stunden und etliche kleine Pausen, wo ich meine Füsse etwas durchlüften musste. Ein Gefühl, man(n) läuft wie auf glühenden Kohlen.

Der Weg als solches hat eigentlich Spass gemacht, erst Rebwälder und dann lange Zeit einem Fluss (Piave) entlang wo Kanuten am üben waren. Doch, der Weg war tiptop nur, er dauerte! Irgendwann stand ich plötzlich vor einem Bahnlinie die mir den Weg abschnitt –  erspähte aber umgehend einen Weg links hinunter zum Fluss (dachte schon, ich müsste über die Geleise sprinten). Einige Zeit später hatte ich ca. 30 Wanderer vor mir, italienische Studenten mit 99 Luftballons an den Rucksäcken montiert – ok, gezählt habe ich sie nicht, aber es waren einige 🙂 Als ich die Truppe überholte, habe ich auch das erstemal Jesolo auf einem Ortschild gelesen – genau, bis dann wieder das nächste Ortschild kam, dauerte es nochmals mehrere Kilometer!!! Irgendwann war ich in Jesolo bei der Brücke höhe der Kirche – ich musste mich hinsetzen, die Schuhe ausziehen und den Füssen etwas Ruhe und frische Luft gönnen 🙂

Dann machte ich mich auf den Weg, mein Hotel zu suchen. Nachdem ich nicht fündig wurde fragte ich in einem Geschäft nach – und die ernüchterne Antwort – ich muss raus zum Lido di Jesolo – nochmals 5,5km oder umgerechnet 1 Std. laufen 😦

Doch was macht man(n) in einer solchen Situation? – Richtig – Ruhe bewaren, ein Restaurant suchen, 2 Hopfensaft bestellen (nacheinander) und wenn man(n) es perfekt macht – hat es vor dem Restaurant eine Bushaltestelle — Ok Ok, ich gebe es zu, ich habe den Bus genommen.

Zwischen x-tausend, braungebrannten Badegästen bin ich mit Wanderschuhen, Rucksack und verschwitzten Klamotten – wie ein Ausserirdischer,so wurde ich zumindest angeschaut – über den Sandstrand an’s Meer um ein Siegerselfie zu machen. Was für ein Ding, unglaublich, überwältigend, einfach toll :-).

 

 

 

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München – Venedig, Tag 26

Eine weitere Flachetappe

Ponte della Priulà –  Fragarè (Bocca Callalta) – nur 25km /  ca. 6,5Std Wanderzeit 🙂

Eine schwierige Entscheidung musste bereits früh am Morgen (na ja, um 07:15Uhr) getroffen werden. Die Schuh-Wahl, nicht einfach aber … ich entschied mich für die Wanderschuhe😱

Nach dem tollen Frühstück im Hotel San Carlo und einem kurzen Chat mit 2 Teenies, die auch Venedig als Ziel haben, startete ich meinen 25km Tag. Die vielbefahrene Piavebrücke am Ortsausgang musste überquert werden, dann links runter zum Fluss. Nach ein paar Metern traf ich ein Innsbrucker der sich des Weges nicht mehr sicher war – also ging ich voraus (GPS sei Dank) und er hinten nach. Über Kieswege führte die Route an einem Kieswerk vorbei, dann ein Linksknick – hoch auf einen Damm und diesem dann für mehrere Kilometer folgen. Danach folgten wieder Kies- und laaaange Teerstassen durch ein Weingebiet. Als ich endlich einmal Pause macht, kühlte ein heftiger aber kurzer Platzregen etwas ab und ich konnte anschliessend ohne Regenjacke weiterlaufen.

Jeder Italiener scheint einen Wachhund zu haben! Fängt einer an zu bellen folgt der vom nächsten Haus, dann vom übernächsten Haus usw. — wie es so ist, die Kleinsten sind die agressivsten und lautesten. Einige bellten wie verrückt, hielten sich aber dezent im Hintergrund.

Das Wetter war bewölkt, durch das Weingebiet hatte ich die dunklen Wolken und das Donnergrollen ständig im Rücken. Kurz vor Fagarè musste ich für ein paar hundert Meter die Regenjacke anziehen doch der Regen war schnell vorüber. Endlich erreichte ich mein Albergo für Heute – war das wieder ein harte Tag 🙂 Kaum im Zimmer öffnete sich der Himmel und es schüttete wie aus Kübeln „do han i grad no schwein ka“ 🙂

Inzwischen bin ich geduscht, schreibe den Blog, draussen scheint die Sonne und jetzt gehe ich in den Ausgang 🙂 c u later.

Etwas später – Ausgang ist etwas übertrieben.. Zwei Häuser weiter hat es eine Mortadella-Bar?? Cool ich war dort, hatte „a iklemmts“ und einen Hopfensaft – oder auch zwei. Zurück in der Unterkunft war ich erst alleine im Lokal jedoch nicht lange. Schnell war die Beiz voll und das Essen schmeckte hervorragend – denke nehme noch ein Dolce 🙂

Übrigens, jetzt – 19:45Uhr sind gerade die Teenies von heute Morgen eingetroffen – 4,5Std. nach mir! Keine Ahnung wann sie losgelaufen sind.

 

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München – Venedig, Tag 25

Mit der heutigen Etappe habe ich mich nun endgültig von den Bergen, Hügeln etc. verabschiedet und bin in das Flachland eingewandert. Es war ein harter Tag – dies einmal vorab!

Tarzo nach Porte della Priula / 29km / 7Std.

Das Hotel in Tarzo 275m (Albergo ai Pini) war tiptop und ich hatte einen super Znacht mit Grappa am Ende, habe gut geschlafen und einen feinen Zmorga gegessen. Der nächsten Etappe nach Priula (29km) stand also nichts mehr im wege.
Ach ja, ich machte noch einen Schuhwechsel – von den schwereren Wanderschuhen (1470g) auf die etwas leichteren Trekkingschuhe (678g) – ob diese Entscheidung richtig war??

Ich machte mich also auf den Weg und folgte dem GPS – es ging rauf und runter, durch schöne Dörfer und Wälder und durch noch schönere Rebbergen – dies für Stunden und in einer Gluthitze. Mein Camel-Bag (Wassersack) wurde beansprucht wie noch nie auf dieser Wanderung. Pausen habe ich kaum gemacht, ein kurzer Schwatz mit einem Italiener der früher in Wil gearbeitet hatte und voller Stolz auf sein Haus zeigte, dass er, mit der damals verdienten Kohle bauen konnte. Eigentlich wäre dies eine Prosecco Gegend doch ich hatte keine Zeit, ein paar Glässchen zu degustieren. Nach einer etwas längeren Pause in Collalto führte der Weg über eine Hügelkamm und man konnte auf beiden Seiten die etwas tiefergelegenen Landschaften bestaunen. Die Etappe wollte und wollte nicht enden, die Füsse wurden immer schwerer und der Gang (genau) immer Breiter. Ich glaube die neuen Treter sind einfach zu weich – auf der Teerstrasse ok aber auf dem Kiesweg ..?! Es kochte regelrecht in den Schuhen, die Füsse fühlten sich geschwollen an – unangenehm – aber … genau, da muss ich einfach durch 🙂
Das GPS zeigte immer noch 8km – aber Luftlinie !!! Der Strassenverkehr nahm auch ständig zu und man musste aufpassen, nicht überfahren zu werden. Ich bekam auch einen Vorgeschmack auf die laaaaaangen geraden Strecken, die nie enden wollen. Doch so wie es immer ist, irgendwann bin ich in Priulà angekommen.

Das letzte Bett habe ich im Hotel San Carlo ergattert – Gott sei Dank – hatte vergessen zu reservieren! By the way, dass Albergo Ponte della Priulà direkt bei der Brücke gibt es nicht mehr – Telefonnummer ist ausser Betrieb und vor Ort ist auch nichts mehr los.

Kurz geduscht, kurz ein Nickerchen gemacht und nun sitze ich in einer Beiz und schreibe meinen Bericht an einem vielbefahrenen Kreisel.

Es ist 17:00Uhr und die Pizzeria öffnet erst um 18:30Uhr – genügend Zeit für ein …. Bier! Prost 🙂

Kleiner Nachtrag, bin dann noch in die Pizzaria Fuori Casa – der Salat zur Vorspeise super und „a Megaschüssla“ – die Pizza Capriciosa der Hammer – zum Abschluss dann noch ein Limoncello (?) vom Chef. Zum Empfehlen der Ort 🙂

Danach Hotel, a bizli Internet und Licht aus um 22:15Uhr!

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München -Venedig, Tag 24

So, langsam aber sicher habe ich ein Durcheinander mit den Tagen. Ich gebe mir Mühe, dass die Reihenfolge stimmt 🙂

War das Heute ein Tag…. Nach dem Ruhetag freuten sich alle, dass es Heute wieder weiter geht doch leider hatte der Morgen auch seine Schattenseite – mein Abschied von der, so coolen Wandergruppe, wurde Tatsache.

Doch fangen wir erst einmal von vorne an. Nachdem wir am Vorabend wieder bei unserem Lieblingspizzaiolo Salvatore waren, spendierte mir Robert anschliessend noch ein Eis – Herzlichen Dank Robert 🙂 Wir genossen noch etwas den Abend auf der Piazza doch so um 21:00Uhr waren alle Müde und es ging zurück in die Unterkunft. Schnell war dann auch das Licht aus.

Also, geschlafen habe ich gut aber die Unterkunft war/ist unter aller ….!!! Ich verkneife mir hier einen Kommentar, nur eines ist sicher — bucht ja NIE diese Unterkunft. Ich bin mich einiges gewöhnt und habe schon viel erlebt aber das war wirklich eine Zumutung !! Mein Frühstück beschränkte sich auf einen Kaffe (na ja) und ein Joghurt mit einem Stück Brot. Meine Mitwanderer waren da etwas flexibler und offener :-). Vielleicht gibt es noch eine eigene Seite dazu – ach was soll’s, Thema erledigt.

Belluno 384m – Tarzo 275m / 32km / 8,5Std. 

Um 08:00Uhr machten wir uns auf den Weg, Robert musste noch etwas einkaufen und wir suchten inzwischen die 3stufige Rolltreppe hinunter zum Parkplatz. Fotos wurden gemacht und die grosse Verabschiedung stand bevor – nur Robert fehlte. Nach etwas warten machte ich mich alleine auf den Weg – mein Weg war wiedereinmal ein anderer (wegen dem Geocache) – doch ich hatte 27+5 km vor mir und musste los. Was ich an einem Tag laufen muss, ist bei den Anderen auf zwei Tage verteilt!! Robert habe ich dann doch noch getroffen und mich von ihm verabschiedet – er wartete an einem anderen Ort auf uns.

Der Tag war perfekt zum wandern, meine Route einfach und doch sehr streng. Die ersten 3,5Std nur Teerstrasse, dazu die pralle Sonne und die Höhenmeter – während meine Kollegen auf und über den Hügel müssen (Col Visentin 1763m), muss ich unten durch d.h. ein Tal durchwandern – von 384m auf 1125m – es zog sich so dahin aber irgenwann war dann die Teerstrasse zu Ende und ich hatte wieder einen Feldweg unter meinen Füssen, welch eine wohltat – doch irgendwann mussten doch die letzten 200Höhenmeter kommen??  Den Sattel (Durchgang) konnte ich vom Gelände her sehen, schon erahnen doch wann geht es hoch?? Ich erreichte die Stelle und es ging hoch „sackzement“ !! Nach einer gefühlten Ewigkeit, konsultierte ich mein GPS und stellte fest – übrigens der Feldweg inzwischen betoniert (für besseren Grip) – dass ich erst 50Höhenmeter zurückgelegt hatte !! Wie es so ist, bin ich dann irgendwann oben auf dem Monte Frascone (Pian de le femme) angekommen 🙂

Ein Blick das Tal hinuter – da ist einfach nichts mehr, fast nichts mehr – alles topfeben !!! Nur noch ein paar kleinere Hügel – keine Berge, einfach nüt meh – komisch 🙂 Ich bin definitiv im Süden angekommen.

Was nun kommt, könnt ihr euch ja denken … Ich muss nach Revine auf 275m über Meer !!! Weg 1032, da geht es runter – und wie es da runter geht – nur 900Höhenmeter – a piece of cake!! Steil, steinig und auch hier – irgendwann bin ich unten angekommen 🙂

Stelle gerade fest, ich habe schon lange nicht mehr über meine Knie geschrieben (Mehrzahl von Knie??) – ich habe sie noch 🙂 Links geht es im Moment besser als rechts, doch das ändert sich schnell und ständig.

Mit seeehr breitem Schritt bin ich um 15Uhr durch Revine gewandert  – nur 6,5 Std !! Mein Buch erzählt etwas von 8Std! Anyway, in der ortsansässigen Bar genehmigte ich mir erst einmal zwei Radler à 0,5lt 🙂 – übrigens aktuelle Temperatur 32Grad (nur so nebenbei erwähnt), machte ein Telefon nach Tarzo ( Hotel von Mounty empfohlen) und machte mich erneut auf den Weg, nocheinmal 5-6km oder 1Std. laufen.

Irgendwann (mein Lieblingswort heute) erreichte ich die Unterkunft. Die Dame an der Reception hatte wohl Mitleid mit mir und bevor ich mein Zimmer Nr.7 beziehen konnte, verkostete ich eine grosse Flasche Bier 🙂

Dann duschen, waschen, sehr fein essen, Blog schreiben und nun Licht löschen – Gute Nacht und bis Morn – 30km warten auf mich 🙂

 

 

 

 

 

 

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München – Venedig, Tag 23

Belluno (erster und einziger Ruhetag)

Es ist früh am Morgen – nein, eigentlich ist es gar nicht mehr so früh (08:00Uhr). Ich liege immer noch im Bett und bin einfach nur müde. Der Abstieg gestern über rund 2000 Höhenmeter sowie die letzten nassen, kalten Tage haben mir etwas mehr zugesetzt als angenommen. Ich bin auch etwas verkühlt und irgendwie ist die Luft raus 🙂 Aber keine Angst, ich gebe nicht auf, es sind ja nur noch 5 Tage und ca. 145km. Ich denke, ich mache Heute meinen ersten Ruhetag. Hänge etwas in Belluno herum, suche vielleicht noch den einen oder anderen Geocache und kümmere mich um meine Wäsche und die Ausrüstung (ist alles feucht und die Schuhe sind nass).

Die Berge sind mehr oder weniger hinter mir und es folgen noch ein paar Flachetappen mit so 25km – 32km pro Tag. Die werden auch nicht einfach sein. Am kommenden Samstag sollte ich in Jesolo einlaufen und die Schlussetappe nach Venedig ist nun für den Sonntag geplant.

Nach dem ersten Rundgang durch die Altstadt von Belluno musste ich noch ein Nickerchen machen. Man(n) ist sich die warmen Temperaturen auch nicht mehr gewohnt und vermutlich werden ab Morgen die Sohlen glühen – eine neue Herausforderung.

Heute wird vermutlich auch mein letzter Tag mit den Girls, Robert und Ingo sein. Ich habe ja noch eine Geocache Aufgabe zu erledigen und meine Streckenführung ist etwas anders gelegt. Wieder alleine unterwegs zu sein wird auch wieder eine Challenge – Liebe Mitwanderer ich werde euch vermissen 😦

 

 

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München – Venedig, Tag 22

Rifugio Sommariva al Pramperet (1857m) – Belluno (384m)

Das Wetter — nachdem gestern Abend um 21Uhr noch klarer Sternenhimmel war, regnete es heute wieder!! Ich habe eigentlich keinen Bock aufzustehen (geschlafen habe ich im 6er Zimmer aber tiptop). Nur schon der Gedanke, in die feuchten Klamotten und nassen Schuhe zu steigen drückten die Stimmung auf ein Minimum. Doch was soll’s  – das Frühstück viel etwas spärlich aus und eine Entscheidung über die Routenwahl musste auch noch getroffen werden.

Meine ständige Begleitung (Lisa, Annelie, Krissi & Ingo) entschied sich für einen Abstieg und eine Busumfahrung – so wie viele Andere auch. Ich entschied mich, trotz den wiedrigen Verhältnisse für die Gratwanderung zum Rifugio Fontana und evtl. für den weiteren Abstieg zur Bushaltestelle. Das ist die Variante für Wanderer, welche den Schiara Klettersteig umgehen möchten. Robert war bei dieser Entscheidung sofort mit dabei und so zogen wir gemeinsam los. Er mit grossem Schritt voraus und ich mit etwas kleineren Schritten hinten nach – der Regen hörte nicht auf aber wir kamen gut voran. Die Schlüsselstelle auf 2382m (vor der bei nassen Verhältnissen gewarnt wird) war ausgesetzt aber ok (Regen, Kalt und starker Wind) und schon bald konnte der steile Abstieg zum Rifugio Pian de Fontana 1632m in Angriff genommen werden. Es ging s..steil nach unten, es war nass und entsprechend rutschig – Vorsicht war geboten. Trotzdem erreichten wir das Rifugio noch weit vor dem Mittag. Nach einem Drink und einer Schokolade entschlossen wir uns, den Weg weiterzugehen und den Megaabstieg zur Bushaltestelle zu bewältigen. Zuerst aber ging es steil hinuter (auf 1500m) und dann wieder steil nach oben (auf 1704m). Dann wurde ein Steilhang traviersiert und dann, dann folgte der Abstieg. Für gut 3Std ging es das Loch hinunter, die Schritte wurden immer breiter und das alles im Dauerregen. Nach gut 2Std gab es eine kurze Pause vor dem Rifugio Furio Bianchet (1250m). Frisch gestärkt mit Schokoriegel und Käse ?! wanderten wir weiter das Tal hinunter. Ziel, den Bus um 16:25Uhr zu erreichen. Wir hatten einen guten Schritt und so waren  wir schon um 15:15Uhr an der Bushaltestelle (auf ca. 370m) !! Just in Time – 10min. später genossen wir die Busfahrt nach Belluno. Bei der Unterkunft angekommen trafen wir wieder auf die Mädels und Ingo. Nach einer Pause und der wohltuenden Dusche machten wir uns auf den Weg zu einer Pizzeria.  Ingo und ich teilten uns die Rechnung und anschliessend spazierten wir noch in die Altstadt für ein Gelatti -Danke Lisa.

Lange dauerte der Ausgang aber nicht, so um 22Uhr waren wir wieder in der Unterkunft und im Bett – Licht aus !!

 

 

 

 

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München – Venedig, Tag 21

Was für ein aufwachen Heute morgen. Sonnenstrahlen weckten uns vor dem Wecker und der Tag versprach wunderbar zu werden – doch der Wetterbericht hatte andere Ideen.

Rifugio Bruto Carestiato (1834m) – Rifugio Sommariva al Pramperet (1857m)

Nach dem Frühstück im wanderten wir vom Rifugio Bruto Carestiato (1834m) einige Höhenmeter hinuter zum Passo Duran (1601m). Danach folge ein Teilstück der Strasse entlang bis schliesslich der Weg links hoch in den Wald führte. Der Weg war schmal, nass und mit rutschigen Wurzeln belegt.

In der Nacht hatte ein Gewitter sein Unwesen getrieben. Es hat geblitzt, gedonnert und „gluftet“ wie verrückt.

Wegen Holzarbeiten musste ein kleiner Umweg gemacht werden und es dauerte nicht lange, bis der Regen einsetzte. Schnell wurde die Regenjacke und der Regenschutz für den Rucksack montiert. Durch den Wald war man noch einigermassen, vom inzwischen starken Regen, geschützt. Als wir gerade eine Geröllhalde passieren wollten, schlug auf der anderen Seite der Blitz ein, gefolgt von einem heftigen Donnergrollen – rechtsumkehrt und zurück in den Wald. Dies wiederholte sich 2,3 mal und nach ca. 1/2Std. versuchten wir einen neuen Anlauf. Im Schnellzugstempo querten wir die Halde und den anschliessenden Wald. Das gröbste war erst einmal vorbei. Auf einer Hütte (auf 1800m) machten wir eine kurze Pause und machten uns anschliessend im Sonnenschein auf den weiteren Weg zum Forcella Moschesin (1940m).

8Std. war für die heutige Etappe zum Rifugio Pian de Fontana vorgesehen – mit einigen Höhenmetern rauf und runter – da mussten wir uns schon ranhalten.

Wie schon angesprochen hatte das Wetter andere Pläne. Das Donnergrollen kam von hinten immer näher und wir wurden immer schneller – etwa 3,5Std mit einem saftigen Auf- Abstieg mussten noch bewältigt werden. Doch es wurde immer dunkler – nach einer kurzen Absprache mit Robert wurde entschieden, dass Rifugio Sommariva al Pramperet (1857m) anzugehen um den weiteren Wetterverlauf abzuwarten. Nun wurde das Gaspedal durchgetreten – in einem wahsinnigen Tempo wurde das Rifugio angepeilt und gerade rechtzeitig mit den ersten Regentropfen erreichten wir auch die Hütte. Danach öffnete sich der Himmel und es regnete für Stunden wie aus „Kübeln“.
An ein weitergehen war nicht mehr zu denken, zum Glück hatte es noch genügend Platz in der Hütte und so konnten wir uns von den nassen Kleidern verabschieden und trockene Sachen anziehen. Nun ist es 17:15Uhr, ich liege im warmen Bett und draussen scheint die Sonne ??!! Unglaublich …

Also ich muss raus … mehr später 🙂

Kleiner Nachtrag, nachdem ich trockene Sachen angezogen hatte, ging ich in das Restaurant und bestellte einen Teller frisch gemachter Nudeln – mmhh fein. Für den Znacht wurden am Nebentisch Ravioli mit zweierlei Füllung produziert – doch die waren für das Personal reserviert aber für uns gab es zwei „Müschterli“ 🙂

Jetzt ist 21:00Uhr, draussen ein klarer wolkenloser Himmel. Die Gegend sieht ohne Nebel, Wolken und Regen wunderschön aus. Kaum zu glauben, dass Morgen wieder 100% Regen angesagt ist und dies bei einer 7,5Std Etappe!! Schaumer mal …..

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